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Zum Ende der Seite springen Kim Dotcom - Berufungsprozess gegen Auslieferung an die USA gestartet
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Text Kim Dotcom - Berufungsprozess gegen Auslieferung an die USA gestartet Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Ende der Seite springenZum Anfang der Seite springen


In einer Anhörung vor einem neuseeländischen Berufungsgericht am Montag (12.02.2018) wird die Frage geklärt, ob Kim Dotcom und seine ehemaligen Megaupload-Mitstreiter Mathias Ortmann, Finn Batato und Bram van der Kolk nun in die USA ausgeliefert werden, um sich wegen massiven Urheberrechtsverletzungen, Betrug und Geldwäsche zu verantworten, berichtet Torrentfreak. Das neuseeländische Bezirksgericht bejahte eine Auslieferung und im Dezember 2017 gelangte das High Court zu derselben Schlussfolgerung. Die Verteidiger der vier Angeklagten fochten die Urteile an.



Vor mehr als sechs Jahren, im Januar 2012, wurde die Filehosting-Seite Megaupload von der Regierung der Vereinigten Staaten geschlossen und der Gründer Kim Dotcom und seine Mitarbeiter festgenommen. Was folgte, war ein epischer Rechtsstreit. Dotcom bestreitet die Vorwürfe und verweist darauf, dass Rechtsinhaber die Möglichkeit gehabt hätten, illegal hochgeladene Inhalte auf Megaupload löschen zu lassen. Er wirft den US-Behörden vor, im Namen der einflussreichen Hollywood-Filmindustrie einen Rachefeldzug gegen ihn zu führen. Das FBI stuft Kim Dotcoms Aktivitäten als größten Fall von Urheberrechtsverletzung in der US-Geschichte ein. Megaupload erzielte demnach einen Gewinn von 175 Millionen Dollar, der Schaden soll sich auf mindestens 500 Millionen Dollar belaufen.

So belegten Dokumente eine illegale Abhöraktion. Den Unterlagen zufolge hat das Government Communications Security Bureau (GCSB) unter anderem Telefonanrufe und E-Mails zwischen Dotcom und seinem Mitarbeiter Bram der Volk überwacht. Premierminister John Key räumte ein, dass die Aktion des GCSB illegal war. Eventuell könnte der illegale Lauschangriff das von den USA angestrebte Auslieferungsverfahren zum Scheitern bringen. Neuseelands damaliger Regierungschef John Key hatte sich bei Dotcom für die illegale Überwachung durch den Geheimdienst GCSB entschuldigt. Nach neuseeländischem Recht war das unzulässig, weil Dotcom seinen Wohnsitz in Neuseeland hatte.

Einer der Verteidiger nahm den illegalen Lauschangriff zum Anlass, um den Behörden aktuell am Montag vorzuwerfen, der Justiz vor der Durchsuchung von Dotcoms Anwesen und seiner Festnahme im Januar 2012 wichtige Informationen vorenthalten zu haben. Unter anderem hätte der Haftantrag verschwiegen, dass Dotcoms vom Geheimdienst GCSB heimlich ausspioniert worden sei. Damit sei fraglich, ob Dotcoms Festnahme rechtens war.

Für die Verhandlung sind mehrere Tage angesetzt. Bis die drei Richter ihr Urteil fällen, können allerdings Monate vergehen. Dotcom selbst blieb dem Verfahren fern. Sollte er ausgeliefert und in den USA verurteilt werden, drohen ihm und den Mitangeklagten Finn Batato, Mathias Ortmann und Bram van der Kolk bis zu 20 Jahre Haft.


13.02.2018 12:59 rooperde ist offline E-Mail an rooperde senden Beiträge von rooperde suchen Zur Startseite Nehme rooperde in deine Freundesliste auf
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